Harar

Von Samstag morgen bis Montag abend waren meine Arbeitskolleginnen und  ich in der muslimisch geprägten Stadt Harar, im Osten des Landes. Enge, verwinkelte Gassen prägen das Stadtbild.Äthiopische Muslime betrachten sie als viert-heiligste Stadt (nach Mekka, Medina und Jerusalem). Zudem sagt man, dass es die Stadt der 90 Moscheen sein soll (wovon viele davon nur kleine Gebetsplätze sind).

Die Reise begann Samstag am frühen morgen. Der Tag fing gleich stressig an. Erst wollte ich nicht so recht aufstehen, weil ich noch sehr müde war. DannFokker 50 bekam ich einen Anruf, dass der Taxifahrer, der uns zum Flughafen bringen sollte, Probleme habe das Auto zu starten. Letzendlich hat es dann doch geklappt (zum Glück!). Kurze Zeit später saßen wir dann in einem kleinen Flugzeug mit insgesamt 52 Sitzplätzen. Es handelte sich um eine Fokker 50, mit einem richtigen Propeller, was mal was anderes war und unheimlich aufregend war (Turbulenzen gab es – wider erwarten – kaum).

Wir landeten in Dire Dawa, der zweitgrößten Stadt Äthiopiens. Von dort wurden wir in einem kleinen Mininbus nach Harar gefahren. Nach einer Stunde fahrt sind wir angekommen. Unser Hotel war ganz angenehm und soll wohl das beste Hotel der Stadt gewesen sein. Die Übernachtung in einer großen Suite mit zwei king-size Betten kostete umgerechnet 15 €.

Gleich nach der Ankunft erkundeten wir die Stadt. Das Wetter war kalt und es regnete immer wieder. Ich habe mir sagen lassen, dass es dort eigentlich hätte wärmer sein sollen, zumal es einige hundert Meter tiefer als Addis Harar soll die Stadt der 90 Moscheen sein.Abeba ist. Das besondere an der Altstadt ist die Stadtmauer. Zugang erhält man über die sechs Stadttore, wovon man mindestens eine mit Autos bzw. kleinen Tuk-Tuks befahren kann.

Die Atmosphäre ist eine ganz andere. Man geht durch enge verwinkelte Gassen, kann teilweise in die Vorhöfe hineinschauen, hört den Ruf des Muezzins und alles kam mir ein kleines bisschen familiärer vor. Mit der drei Millionen Einwohner Stadt Addis kaum zu vergleichen. Alles kann man auch gut zu Fuß erkunden und statt Autos findet man viele drei-reifige Tuk-Tuks vor.

Abends haben wir den “Hyänen Mann” besucht. Es gibt zwei Hyänen Männer in der Stadt, welche mit bloßer Hand gezähmte, aber wilde, Hyänen füttert. Der Hyänen Mann füttert Hyäenen mit der bloßen Hand!Wenn man mutig war, durfte man diese auch selbst füttern. Ich habe dies nicht getan.

Am letzten Tag verließen wir Harar und fuhren einige Kilometer weiter in den Westen, an die Grenze zu Somalia. Dort besuchten wir das “Babile Elephant Sanctuary” und wollten dort echte Elefanten sehen. Also standen wir früh morgens auf, und starteten unsere Reise um 6 Uhr. Leider hatten wir ein wenig pech und bekamen keinen lebenden Elefanten zu gesicht, dafür aber ein totes Tier. Dieses wurde wohl von einem der Bewohner, welche im Naturschutzgebiet leben, getötet. Die Umstände sind noch nicht klar, der Jäger hat aber wohl eine hohe Strafe (Gefängnis) zu erwarten, weil es nur noch knapp 90 Exemplare gibt und diese deswegen unter Artenschutz stehen.

Stackbucks Coffee House

Kamele auf dem Weg zu den Elefanten

Stattdessen sahen wir einen kleinen Kudu [sieht ein bisschen aus wie ein Zebra, allerdings hat es weniger Streifen, zudem ist es braun - nicht schwarz und gehört zu der Gattung der Antilopen.], eine Schildkröte, zahlreiche Mistkäfer, diverse Riesen-Ameisen (hier nennt man sie “Gundans”) und schön zwitschernde Vögel. Unterwegs sahen wir auch dutzende Kamele, welche wohl zum Kamel-Markt in Babile gebracht wurden.

Noch mehr Bilder wie immer in der Fotogallerie.

Kommentare
  • N vdB sagt:

    Hey Aykan!
    Ich bin der Bruder von David-Jan, und ich habe durch seinen Block ein bisschen was von dem Land gesehen indem du gerade arbeitest. Sieht echt hammer aus! Wäre gerade auch gerne unterwegs, oder zumindest in einem warmen Land….
    Naja, wünsch dir noch ne gut Zeit da!

    mfg
    Natha

    Ps: Hammer Schäuzer!!!

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