(Geld-)wäsche

Heute war mal wieder großer Waschtag: Vor allem durch den starken Regen in den letzten Tagen und der vielen Reisen hatte sich viel angesammelt. Dies habe ich dann heute in einem Kraftakt von mindestens vier Stunden erledigt.

Dabei habe ich in der Brusttasche eines meiner Lieblingshemden drei ein Birr Scheine gefunden. Weil ich das Geld hier dreckig finde habe ich es deswegen separat noch einmal gewaschen.

An dieser Stelle ein paar Worte zu der Währug. Diese heißt hier Birr (gerolltes “r”) und es gibt Scheine im Wert von 1, 5, 10, 50 und 100 Birr. 1 Birr entsprechen fünf Eurocent (eine kurze Minibusstrecke kostet so viel). 100 Birr entsprechen 5 € (hierfür bekommt man in einem guten Restaurant eine Pizza, ein Getränk und evtl. noch eine Nachspeise).

Die ein Birr Scheine sehen oft sehr mitgenommen aus. Viele Menschen, genauso wie ich, stecken Kleingeld in ihre Hosentasche, um auf die Schnelle den Minibus, die Parkgebühren, Kaugummis & Zigaretten (die man hier auch einzeln kaufen kann), etc kaufen zu können – ohne ihr Portemonnaie herausholen zu müssen. Kein Wunder, dass ich diese Scheine beim Waschen immer wieder finde.

Regen … nichts als regen

Seit Tagen regnet es immer wieder. Und das obwohl die eigentliche Regenzeit noch gar nicht begonnen hat. Seitdem verlasse ich das Haus nur noch mit Regenschirm, Regenjacke und Trekkingschuhen. Hier eine Aufnahme von vorhin. Das was ihr seht ist kein Fluss, sondern eine Hauptverkehrsstraße.

Durch die mangelnde Abwasserversorgungsinfrastruktur und verstopfte Kanäle / Gullideckel (Matsch, Müll) kommt es zu sich stauendem Wasser auf den Straßen.

Bahir Dar und Gondar

Vor kurzem habe ich Besuch von David aus Israel bekommen. Zusammen mit Arne sind wir in den Norden gereist. In Bahir Dar war ich bereits vor einem halben Jahr. In Gondar allerdings noch nicht.

David und ich bei seiner Abreise am Flughafen in Addis Abeba. – Ja ich war zu diesem Zeitpunkt sehr müde und musste am nächsten Tag auch noch arbeiten ;-)

Weil ich zu faul bin einen ausführlichen Bericht zu schreiben, verweise ich einfach auf seinen Blog und auf sein Fotoalbum. Bei Fragen meldet euch einfach ^^.

Harar

Von Samstag morgen bis Montag abend waren meine Arbeitskolleginnen und  ich in der muslimisch geprägten Stadt Harar, im Osten des Landes. Enge, verwinkelte Gassen prägen das Stadtbild.Äthiopische Muslime betrachten sie als viert-heiligste Stadt (nach Mekka, Medina und Jerusalem). Zudem sagt man, dass es die Stadt der 90 Moscheen sein soll (wovon viele davon nur kleine Gebetsplätze sind).

Die Reise begann Samstag am frühen morgen. Der Tag fing gleich stressig an. Erst wollte ich nicht so recht aufstehen, weil ich noch sehr müde war. DannFokker 50 bekam ich einen Anruf, dass der Taxifahrer, der uns zum Flughafen bringen sollte, Probleme habe das Auto zu starten. Letzendlich hat es dann doch geklappt (zum Glück!). Kurze Zeit später saßen wir dann in einem kleinen Flugzeug mit insgesamt 52 Sitzplätzen. Es handelte sich um eine Fokker 50, mit einem richtigen Propeller, was mal was anderes war und unheimlich aufregend war (Turbulenzen gab es – wider erwarten – kaum).

Wir landeten in Dire Dawa, der zweitgrößten Stadt Äthiopiens. Von dort wurden wir in einem kleinen Mininbus nach Harar gefahren. Nach einer Stunde fahrt sind wir angekommen. Unser Hotel war ganz angenehm und soll wohl das beste Hotel der Stadt gewesen sein. Die Übernachtung in einer großen Suite mit zwei king-size Betten kostete umgerechnet 15 €.

Gleich nach der Ankunft erkundeten wir die Stadt. Das Wetter war kalt und es regnete immer wieder. Ich habe mir sagen lassen, dass es dort eigentlich hätte wärmer sein sollen, zumal es einige hundert Meter tiefer als Addis Harar soll die Stadt der 90 Moscheen sein.Abeba ist. Das besondere an der Altstadt ist die Stadtmauer. Zugang erhält man über die sechs Stadttore, wovon man mindestens eine mit Autos bzw. kleinen Tuk-Tuks befahren kann.

Die Atmosphäre ist eine ganz andere. Man geht durch enge verwinkelte Gassen, kann teilweise in die Vorhöfe hineinschauen, hört den Ruf des Muezzins und alles kam mir ein kleines bisschen familiärer vor. Mit der drei Millionen Einwohner Stadt Addis kaum zu vergleichen. Alles kann man auch gut zu Fuß erkunden und statt Autos findet man viele drei-reifige Tuk-Tuks vor.

Abends haben wir den “Hyänen Mann” besucht. Es gibt zwei Hyänen Männer in der Stadt, welche mit bloßer Hand gezähmte, aber wilde, Hyänen füttert. Der Hyänen Mann füttert Hyäenen mit der bloßen Hand!Wenn man mutig war, durfte man diese auch selbst füttern. Ich habe dies nicht getan.

Am letzten Tag verließen wir Harar und fuhren einige Kilometer weiter in den Westen, an die Grenze zu Somalia. Dort besuchten wir das “Babile Elephant Sanctuary” und wollten dort echte Elefanten sehen. Also standen wir früh morgens auf, und starteten unsere Reise um 6 Uhr. Leider hatten wir ein wenig pech und bekamen keinen lebenden Elefanten zu gesicht, dafür aber ein totes Tier. Dieses wurde wohl von einem der Bewohner, welche im Naturschutzgebiet leben, getötet. Die Umstände sind noch nicht klar, der Jäger hat aber wohl eine hohe Strafe (Gefängnis) zu erwarten, weil es nur noch knapp 90 Exemplare gibt und diese deswegen unter Artenschutz stehen.

Stackbucks Coffee House

Kamele auf dem Weg zu den Elefanten

Stattdessen sahen wir einen kleinen Kudu [sieht ein bisschen aus wie ein Zebra, allerdings hat es weniger Streifen, zudem ist es braun - nicht schwarz und gehört zu der Gattung der Antilopen.], eine Schildkröte, zahlreiche Mistkäfer, diverse Riesen-Ameisen (hier nennt man sie “Gundans”) und schön zwitschernde Vögel. Unterwegs sahen wir auch dutzende Kamele, welche wohl zum Kamel-Markt in Babile gebracht wurden.

Noch mehr Bilder wie immer in der Fotogallerie.

Umzug in eigenes Zimmer

Wo nun meine Mitbewohnerin ausgezogen bin ich in ihr altes Zimmer gezogen. Die Wände habe ich mit euren Postkarten und Fotos beklebt. Außerdem habe ich mir gestern handgefertigte Bambus Möbel (Regal 17,50€, Kleiderständer 10 €) gekauft. Schade, dass ich diese wohl nicht mit nach Deutschland nehmen werde.

Hier ein paar Eindrücke:

Eingangstür

Links mein Bett, darüber ein Michael Jackson Poster

Meine neuen Bambus Möbel

In den nächsten Tagen werde ich mir dann noch eine neue Matratze kaufen, weil die alte zu dünn ist und ich von dieser Rückenschmerzen bekomme.