Ich find’ dich zum kotzen.

Nach dem Mittagsschlaf fing eines der neuen Kinder an zu weinen. Ich versuchte es zu trösten, es wollte sich aber nicht beruhigen. Da übergab sich das Kind plötzlich und ich bekam die halbe Ladung ab. Hoffentlich findet mich das Kind nicht zum “kotzen” ^^.

12 Tage Kenia

Vom 29.12.09 bis zum 9.1.10 waren meine Mitbewohnerin Carolina und ich in Kenia (Den Flug hatten wir einen Tag vorher gebucht ;-) ). Zuerst haben wir an der Küste, in Mombasa, Urlaub gemacht, verbrachten einige Tage in Nairobi und nahmen danach am Zwischenseminar, welches verpflichtend für unser Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) ist, teil.

Erster Eindruck

Als wir gelandet sind, konnten wir gar nicht richtig glauben, dass wir noch in Afrika sind (“Wir waren regelrecht geflasht” – das trifft es wohl besser ^^). Der Flughafen ist relativ groß, die Straßen sind sehr gut ausgebaut, es gibt überall Geldautomaten, Wolkenkratzer wohin man schaut, drei (!!!, in Äthiopien gibt es nur einen staatlichen Anbieter) Mobilfunkanbieter, überdimensionierte Werbeplakate, Fast-Food Ketten …. zusammen mit dem Linksverkehr, kam ich mir fast wie in London vor.

IMG_7411Weil wir noch kein Gefühl für die Währung (Kenianischer Schilling) hatten, tippte ich alles fleißig in meinen Handy-Währungsumrechner und war – wieder einmal – geschockt, wie teuer es doch ist. Weil wir keine Ahnung hatten wie man vom Flughafen ins City Center zu unserem Hostel kommt, nahmen wir ein Taxi. Für dieses haben wir umgerechnet 20 € bezahlt! – Für arme Freiwillige wie uns ein teures Vergnügen.  In der Stadt sollten wir dann leider auch nicht weniger bezhahlen.

Getränke (die fast alle von amerikanischen/europäischen Konzernen, wie Coca-Cola, Pepsi oder Schweppes, stammen) sind auch vergleichsweise teuer. Zudem konnte ich nur ein einziges Mal Mineralwasser trinken (auch noch völlig überteuert.)

Nairobi und Mombasa (hierzu gleich mehr) sind sehr touristisch geprägt. Ich habe selten im Ausland so viele Deutsche_innen getroffen.

Silvester am Strand in Mombasa

Nach dem ersten Tag in Nairobi, sind wir am nächsten Tag in den Bus gestiegen und haben uns Richtung Ostküste an den Indischen Ozean bewegt. Nach ungefähr elf Stunden fahrt sind wir dann endlich angekommen. Das Wetter war richtig heiß. Es war sogar noch heißer als in Nairobi. – Vielleicht so 30 °C (in Addis hatten wir im Dezember wohl im Schnitt 20 °C).

Leider waren wir nicht die einzigen, die Silvester und Neujahr am Strand verbringen wollten, deswegen waren die Straßen leider etwas sehr voll. Wir haben dann noch einmal eine Ewigkeit gebraucht um von der Busstation zur Lodge zu kommen. Als wir dann in der Dunkelheit endlich angekommen sind, freute ich mich richtig. Es roch nach Salzmeer, es war angenehm warm und alles war einfach super.

Am nächsten Tag waren wir den ganzen Tag am tollen weißen Sandstrand, lagen unter Kokosnusspalmen (ich liebe Kokosnüsse…) und schwammen im türkisfarbenen Meer. Das einzige was gestört hat, war das Seegras.

Mombasa ist zweigeteilt, zum einen in die Insel und in das Festland. Beide Teile werden durch Fähren zusammengebracht. An einem Tag haben wir uns die Altstadt angeschaut. Die Stadt haben Portugiesen, als sie auf dem Weg waren Indien auf dem Seeweg zu finden, errichtet, später kamen die Osmanen und dann / oder vorher die Briten.

Zurück in Nairobi

In der Hauptstadt Kenias haben wir mitten im City Center übernachtet. Wie es sich für eine Großstadt gehört, arbeitet man im Stadtzentrum, wohnt aber außerhalb. Hier sind wir auch mal Abends und Nachts zu Fuß langgegangen, obwohl man das auf gar keinen Fall machen sollte. – Das riet zumindest das Auswärtige Amt und mein Reiseführer. Naja so gefährlich war es ja dann doch nicht. – Trotzdem ist man schon vorsichtig und veruscht aufzupassen.

IMG_7368Auf den zweiten Blick ist Nairobi aber auch nicht sehr viel anders als Addis Abeba. Dort gibt es Probleme mit der Wasserversorgung (in den günstigen Hotels hatten wir kaum Wasser, am Seminarort [hatte man Wassertanks und] sollte nur max. 5 min am Tag duschen und auf den Wasserverbrauch achten) außerdem gab es dort ebenfalls Stromausfälle und Bettlerinnen und Bettler gab es dort auch. Diese sind aber komischerweise am Tag kaum bis gar nicht sichtbar, dafür dann aber nachts.

So gesehen ist nur der äußere Anblick Nairobis anders als hier in Addis. Die anderen Städte sollen aber ganz anders als die beiden größten Städte Nairobi und Mombasa sein. (Addis ist auch sehr anders und im Landesschnitt teuer.) Hinter der Fassade gibt es aber dieselben Probleme wie beispielsweise Korruption und Armut, um nur zwei zu nennen.

IMG_7429Es war aber eine schöne Zeit und interessant zu sehen, dass Afrika nicht gleich Afrika ist. Ich habe beschlossen in den Sommerferien eine kleine Ostafrika-Tour zu machen. Dabei möchte ich gerne Kenia, Tansania, Uganda und Ruanda sehen.

Noch mehr Fotos findest du hier in der Fotogallerie

In Kenia

[OSM-Plugin-Error]:If you define a marker, the width and height has to be defined as well!

Ich weiss nicht ob ihr es schon mitbekommen habt, aber ich bin seit Dienstag in Kenia. Es ist hier sehr viel anders als in Äthiopien, aber irgendwie auch aufregend anders.

Im Moment habe ich nicht so viel Zeit zu schreiben, weil ich ja im Urlaub bin :-) und gleich mit Carolina ins Kino wollte. Ich lebe noch, wurde nicht erschossen und/oder ausgeraubt.

Fuer schnelle Infos checkt einfach meinen twitter- Feed. Liebe Gruesse Aykan. Zu Hause schreibe ich ausfuehlrlich was ich erlebt habe. Fliege am Freitag oder Samstag wieder zurueck.

Geldbörse geklaut

Carolina, ein gemeinsamer Freund und ich wollten ins Kino und dort die erste Vorstellung von (Sherlock) Holmes schauen. Weil die beiden noch bei Freunden waren, wollte ich schon einmal vorfahren und uns drei Karten kaufen, weil man diese nicht – wie in vielen Kinos in Dtl. – reservieren kann.

Also stellte ich mich an die Bushaltestelle und wartete auf einen Minibus. Weil relativ viele Leute da waren, wollten natürlich alle einen der wenigen Sitzplätze bekommen. Als dann endlich mal ein Minibus angefahren kam, stellte ich mich an die Tür und wollte in diesen einsteigen.

Auf einmal drückte mich jemand von hinten an den Bus heran und zog wenige Sekunden später mein Portemonnaie aus der Gesäßtasche. – Dies merkte ich sofort und rief wo sie denn sei. Der Geldeinsammler im Minibus schaute mich an und ich berichtete ihm, was mir geklaut worden ist. Weil mir das englische Wort nicht einfiel sagte ich: “My Portemonnaie is stolen!”.

Er schaute mich an, wenige andere auch – doch der Minibus fuhr dann weiter. Sodann rief ich Carolina an und sie kam dann auch kurze Zeit später. Ich lieh mir von ihr Geld und fuhr dann sofort nach Hause. Hier sperrte ich sie dann ungefähr 15 Minuten später.

Jetzt bekomme ich eine neue zugeschickt. Bargeld hatte ich auch nur höchstens 100 Birr (umgerechnet 5 €), weil ich kurz vorher noch einkaufen war. Stellt euch mal vor, dass ich noch Geld abheben wollte, weil wir morgen mit Caro aus Addis herausfahren!

Zum Glück habe ich aber noch meine andere Kreditkarte, welche wohl behütet zu Hause herumliegt. Außerdem könnte ich zur Not auch noch meine ec-Karte benutzen. Ärgerlich ist es trotzdem, weil ich meine äthiopische ID (ein Nachweis, dass ich kein Tourist, sondern Lehrer an der DBSAA bin; vergleichbarer Stellenwert wie der deutsche Perso) jetzt neu beantragen muss und vielleicht mein deutscher Führerschein nun auch weg ist. – Beim letzteren bin ich mir aber nicht ganz sicher.

So etwas passiert mir zum ersten Mal und ich fühlte mich eigentlich auch immer relativ sicher hier in Addis. (In den Minibussen fahren normalerweise auch wohlhabende Äthiopier, weil es für viele zu teuer ist! Meine (äthiopischen) Arbeitskolleginnen fahren mit einem “normaler” Bus, weil Minibusse für sie zu teuer sind!) Naja, meine Mathe-Lehrerin an der Realschule erzählte auch einmal, dass ihr auf dem Weihnachtsmarkt in Deutschland ihre Geldbörse geklaut wurde. Shit happens!

Jetzt bin ich aber vorsichtiger was so etwas angeht!

Musik: Teddy-Afro

Gestern habe ich meine Mitbewohnerin Carolina, die auf Dienstreise im Nachbarland Djibouti war, abgeholt. Der Flug hatte über eine Stunde Verspätung, was die Info-Tafel am Flughafen nicht anzeigte …

Naja, nach dem ich sie empfangen habe, sagte sie mir, dass sie zusammen mit Teddy Afro im Flugzeug saß! (Ich habe ihn zwar auch, aber nur von hinten, gesehen.) Teddy Afro, das ist der nationale POP-Star, vergleichbar mit Tarkan in der Türkei. Weil seine Songs regierungskritisch sind, wurden diese nicht im (staatlichen, es gibt keine privaten) Fernsehen asugestralt und er wurde sogar (viele vermuten gerade deswegen) festgenommen und Mitte August (frühzeitig) wieder in die Freiheit entlassen.

Diese Person, wie ich finde sehr bodenständig, weil er nicht Business Class/ First Class geflogen ist und in Turnschuhen und Jogging-Hose unterwegs war, hat Carolina gesehen. Mit einem der Bandmitglieder hat sie sich sogar noch unterhalten und Handynummern ausgetauscht.

Damit ihr mal einen Eindruck bekommt, wie die Musik hier ist und wie man dazu tanzt (ein wenig kann ich das auch schon^^, macht auf jeden Fall sehr viel Spaß), hier zwei Videos vom bekannten und beliebtem Volkslied (“Lem Lem” (blühe auf, blühe auf)), was er in einer modernen Version veröffentlicht hat.

Übrigens ziehen wir vielleicht demnächst um. Ich habe eine günstigere Wohnung gesehen, die aber wohl genauso groß wie unser Haus sein soll.